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Immobilien in Ingolstadt, 353 Ergebnisse

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Universitätsstadt mit historischem Kern
Ingolstadt entwickelte sich bereits im 14. Jahrhundert zu einem bedeutenden Handelszentrum, bei dem Salz und Wein eine zentrale Rolle spielten. Im 15. Jahrhundert verlagerte sich das Gewicht von Wein auf Bier, am 23. April 1516 erließ Herzog Wilhelm IV von Bayern (1493-1550, Herzog ab 1508) das bayerische Reinheitsgebot, das bis heute lediglich mit der Ergänzung um den Zusatzstoff "Hefe" Gültigkeit besitzt. Herzog Ludwig IX (1417-1479, ab 1450 Herzog von Bayern-Landshut) gründete mit päpstlichem Privileg 1472 die Universität Ingolstadt, 1799 jedoch, als die französischen Revolutionstruppen einzogen, verlor die Stadt ihre Lehreinrichtung an Landshut. Der Verlust traf die Stadt schwer, die Auswirkungen auf die Wirtschaft waren groß, Ingolstadt erlangte erst nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) seinen Status als Wirtschafts- und Universitätsstadt zurück.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten hatte die Urbanität während des Kriegs verhältnismäßig viel Glück, erst gegen Ende trafen sie Bombenhagel und zerstörten einen Teil der östlichen und südlichen Innenstadt. Bautechnisch gesehen war Ingolstadt allerdings nicht ganz so gut beraten, den Wiederaufbau in den fünfziger und sechziger Jahren ließen die Stadtherren ohne Rücksicht auf die historische Altstadt vornehmen - mit an einigen Stellen ziemlich schauderhaftem Ergebnis. Glücklicherweise änderte sich die Einstellung in den siebziger Jahren, sodass viele der erhaltenen historischen Gebäude in der Innenstadt heute wieder in ihrem alten Glanz erstrahlen und zu begehrtem, komfortablem Wohnraum wurden.

Jeder der 12 Stadtbezirke beziehungsweise der 61 Unterbezirke von Ingolstadt hat seinen ganz eigenen Charakter. Der Bezirk Mitte bezeichnet neben dem Zentrum mit der sehr schönen historischen Altstadt auch den Unterbezirk Brückenkopf. Vis-à-Vis mit der Altstadt, südlich der Donau gelegen, erhielt er seinen Namen aufgrund seiner Funktion, heute ist es der Stadtteil der Parks und Grünanlagen, die Zahl der Bewohner liegt deutlich unter eintausend. Der Bezirk Südwest umfasst die Stadtteile Hundszell und Haunwöhr. Im Westen begrenzt von den Auenwäldern der Donau ist es ein Stadtteil, der zwar nicht besonders hübsch, dafür aber sehr nah an der Natur ist. Sowohl den Unterbezirk Hundzell als auch Haunwöhr prägen die vielen Wohngebiete, wobei Hundzell teilweise direkt an der Donau liegt und Haunwöhr sich mehr in Richtung Schrobenhausen orientiert.

Das in Ingolstadt West liegende Gerolfing erlitt das Schicksal vieler bäuerlicher Gemeinden: Eingemeindung in die nächstgrößere Stadt und Ausbau zur Wohnsiedlung. Zwar überwiegend mit Einzelhäusern ausgestattet, sind jedoch kaum mehr Objekte der alten Bebauung zu finden. Was den Ort allerdings für Archäologen sehr reizvoll macht, sind die riesigen, unter Denkmalschutz stehenden Hügelgräber im Eichenwald, der an das Dorf angrenzt. Ingertsheim kann zwar sehr hübsche, kleine Seen im südlich liegenden Kiesgebiet vorweisen, ansonsten hat der Ort außer einem sehr hässlichen Lagerturm aus den siebziger Jahren nicht viel zu bieten.

Der Südosten liegende Bezirk Friedrichshofen-Hollerstauden verfügt mit Hollerstauden über ein großes Wohngebiet, in dem die Neubauten aus den neunziger Jahren und aus zweitausend stammen. Dabei handelt es sich im Nordbereich der Ortschaft fast nur um Reihenhäuser, während der Süden in der Mehrzahl mit Einfamilienhäusern bebaut ist. In der Gaimerheimer Heide hingegen entsteht erst seit 2006 ein Wohngebiet, die ehemals starke landwirtschaftliche Prägung dominiert den Ortsteil noch immer. Friedrichshofen war 1832/1833 eine Kolonie in einer sumpfigen Heidelandschaft mit hübschen kleinen Häusern, doch wie fast überall im Ingolstädter Umland sind auch hier Neubaugebiete, die das Bild des ehemaligen Straßendorfs verzerren.
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